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ILMAC LAUSANNE setzt verstärkt auf lebendige Diskussionen

Gleich mehrere Neuerungen erlebt die Westschweizer Fachmesse für die Chemie- und Life-Science-Industrie. Neu leitet und organisiert Céline Futterknecht die zweitägige Veranstaltung.

Und es wird verstärkt auf Networking gesetzt: Fachlich aber auch politisch. Die ILMAC LAUSANNE findet am 28. und 29. September auf dem Messegelände Beaulieu Expo statt.

Die ILMAC LAUSANNE ist für ihr breites Portfolio bekannt: Von Pumpen, Bioreaktoren, Mikropipetten über Zentrifugen oder Gaschromatographen findet man alles, was die moderne Life-Science-Industrie so leistungsfähig macht. Und: Die Nachfrage nach Ausstellerplätzen ist dieses Jahr besonders hoch. Die Plätze sind praktisch ausgebucht. Rund 150 führende Produzenten und Dienstleister der Branche stellen vor Ort aus.

«Ich freue mich, alle Aussteller persönlich begrüssen zu dürfen.» Céline Futterknecht

«Die ILMAC LAUSANNE ist auf gutem Kurs», freut sich Céline Futterknecht, die neue Direktorin der Messe. «Ich bin mir sicher, dass es eine erfolgreiche Messe wird.» Futterknecht führt nun im kommenden Herbst ihre erste Veranstaltung durch. «Ich konnte in den letzten Monaten sehr viele Aussteller besuchen. Ich schätze die offene Art der Community sehr. Für sie ist die ILMAC LAUSANNE sehr wichtig», so die gebürtige Baslerin mit französischen Wurzeln. «Die ILMAC ist in der Branche etabliert und anerkannt»

Offener Austausch, einladende Atmosphäre

Zusammen mit ihrem Team hat sie nun neue Schwerpunkte gesetzt. Die Messe soll mehr Raum für ein unkompliziertes Networking bieten. Das Bedürfnis, sich fachlich auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen, sei gross: Zahlreiche Sitzmöglichkeiten für anregende Diskussionen, hochkarätige Referentinnen und Referenten aus der Industrie und Forschung und zu guter Letzt das kostenlose Mittagsessen (Glas Wein inklusive) werden einen offenen Diskurs fördern und die Gemüter erheitern.

Konkret gibt es dieses Jahr eine Reihe von Vorträgen. So bietet das ILMAC-Forum wie immer ein breites Themenspektrum. Neben der Nachhaltigkeit in den Life Sciences werden dieses Jahr auch Problemfelder der Flow Chemistry und der Künstlichen Intelligenz besprochen. Das Forum hat die Swiss Chemical Society (SCS) zusammen mit BioAlps organisiert. Als Referenten sind Fachpersonen namhafter Institutionen und Firmen wie der IBM Research, der ETH Zürich, Givaudan oder Novartis eingeladen.

Auch innovative Start-ups und ausstellende Unternehmen berichten über ihr Know-how. Eigens hierfür organisiert die Messe den «Speaker Corner», eine grosszügige Bühne mit Leinwand mitten im Messegeschehen.

Verankerung in der Region

Mit ihren 150 000 Einwohnern ist Lausanne die viertgrösste Stadt der Schweiz und die zweitgrösste der Romandie. (Bild: Adobestock)

Die ILMAC LAUSANNE ist im Gegensatz zu ihrem grösseren Pedant in Basel eine starkregional ausgerichtete Messe. Diese Tradition möchte die neue Direktorin pflegen und den Austausch mit Menschen aus der Region intensivieren. «Am traditionellen Apéro am Abend des ersten Messetages werden gemeinsam mit den Besuchern und Ausstellern neu auch zentrale Persönlichkeiten aus der Region teilnehmen», sagt Futterknecht.

365 Tage im Jahr

Gleichzeitig öffnet sich die Messe aber auch für ein breiteres Publikum. Online bietet sie bereits jetzt ihre Dienstleistungen rund um die Uhr an. Mit der neuen Plattform ILMAC 365

können sich Fachpersonen über das ganze Jahr online auf dem Laufenden halten. Die User finden dort Produktneuheiten, Videos, Fachwissen und Infos zu Veranstaltungen.

Auch wenn die Online-Angebote zunehmen, so braucht der Mensch den realen Austauschimmer noch. Gerade im B2B-Bereich ist die persönliche Beziehungspflege enorm wichtig. Und ist nicht digital ersetzbar. Auf die Frage, wie sie mit ihrer Arbeit in der Messebranche bis jetzt zufrieden sei, antwortet Futterknecht sehr bestimmt: «Ich bin sehr guter Dinge. Die Messe steht erst noch an und ich freue mich dann, alle Aussteller persönlich begrüssen zu dürfen.»

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Roger Bieri
Transparenz: Die ChemieXtra ist Hauptmedienpartnerin der ILMAC.
Anmerkung: Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der «ChemieXtra-Ausgabe 7/8 2022».